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Fachbereich Geschichtswissenschaft



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Forschungsgebiete und Publikationen
(nach Themen geordnet)


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Erforschung der früh- und hochmittelalterlichen Vorstellungswelten und Mentalitäten

Die Erforschung der Vorstellungswelten und Mentalitäten der Menschen im frühen und hohen Mittelalter steht hier im Mittelpunkt der Forschungen. Sie geht vor allem der Frage nach, wie die Menschen damals ihre Zeit, ihre Lebenswelt wahrgenommen und gemeistert haben. Das Thema wurde sowohl theoretisch reflektiert als auch an einem einzelnen Autor (Notker von St. Gallen) exemplarisch behandelt und in Aufsätzen zu einzelnen Aspekten abgehandelt (die sich hier, zum Teil aber auch thematisch zuordnen ließen). Untersuchungsobjekt bildeten dabei in der Regel die mittelalterlichen Geschichtsschreiber. Die Untersuchungsmethode basiert mehrfach auf begriffsgeschichtlichen Studien.

Veröffentlichungen

1. Übergreifend

  • Vorstellungsgeschichte. Gesammelte Schriften zu Wahrnehmungen, Deutungen und Vorstellungen im Mittelalter, hg. v. Anna Aurast, Simon Elling, Bele Freudenberg, Anja Lutz und Steffen Patzold, Bochum 2007 (Verlag Dr. Winkler, XIV, 594 Seiten).
  • (Hg., zusammen mit Hartmut Bleumer, Steffen Patzold und Bruno Reudenbach): Zwischen Wort und Bild. Wahrnehmungen und Deutungen im Mittelalter, Köln-Weimar-Wien 2010 (Böhlau).

2. Zur Theorie

  • „Vorstellungsgeschichte“: Menschliche Vorstellungen und Meinungen als Dimension der Vergangenheit. Bemerkungen zu einem jüngeren Arbeitsfeld der Geschichtswissenschaft als Beitrag zu einer Methodik der Quellenauswertung, in: Archiv für Kulturgeschichte 61, 1979 (erschienen 1982) S. 253-271.
  • Vorstellungen und Wahrnehmungen mittelalterlicher Zeitzeugen. Neue Fragen an die mittelalterliche Historiografie, in: Mittelalter zwischen Politik und Kultur. Kulturwissenschaftliche Erweiterung der Mittelalter-Didaktik, hg. v. Wolfgang Hasberg und Manfred Seidenfuß (Bayerische Studien zur Geschichtsdidaktik 6) Neuried 2003, S. 45-57.
  • „Wahrnehmung“ der Arbeit als Erkenntnisobjekt der Geschichtswissenschaft, in: Arbeit im Mittelalter, hg. v. Verena Postel, Berlin 2006, S. 21-33.
  • Wahrnehmungs- und Deutungsmuster als methodisches Problem der Geschichtswissenschaft, in: Wahrnehmungs- und Deutungsmuster im Mittelalter, hg. v. Hartmut Bleumer und Steffen Patzold (Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung 8) 2003, S. 23-33.
  • Textualität, Fiktionalität, Konzeptionalität. Geschichtswissenschaftliche Anmerkungen zur Vorstellungswelt mittelalterlicher Geschichtsschreiber und zur Konstruktion ihrer Texte, in: Mittellateinisches Jahrbuch 41, 2006, S. 1-21.

3. Zur Begriffsgeschichte und Wahrnehmung

  • Strukturen der spätkarolingischen Epoche im Spiegel der Vorstellungen eines zeitgenössischen Mönchs. Eine Interpretation der „Gesta Karoli„ Notkers von St. Gallen, Bonn 1981.
  • „Unterschichten“ im Gesellschaftsbild karolingischer Geschichtsschreiber und Hagiographen, in: Vom Elend der Handarbeit. Probleme historischer Unterschichtenforschung, hg. von Hans Mommsen und Winfried Schulze (Geschichte und Gesellschaft. Bochumer Historische Studien 24) Stuttgart 1981, S. 108-130.
  • „Nobilis“. Der Adel im Selbstverständnis der Karolingerzeit, in: Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 70, 1983, S. 153-191.
  • „Regnum“. Zum politischen Denken der Karolingerzeit, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung, Bd. 104, 1987, S. 110-189.
  • Das Bild des Abtes in alamannischen Klosterchroniken des hohen Mittelalters, in: Ecclesia et regnum. Beiträge zur Geschichte von Kirche, Recht und Staat im Mittelalter. Festschrift für Franz-Josef Schmale zum 65. Geburtstag, Bochum 1989, S. 139-153.
  • Karl Martell und die Heiligen. Kirchenpolitik und Maiordomat im Spiegel der spätmerowingischen Hagiographie, in: Karl Martell in seiner Zeit, hg. v. Jörg Jarnut, Ulrich Nonn und Michael Richter unter Mitwirkung von Matthias Becher und Waltraud Reinsch (Beihefte der Francia 37) Sigmaringen 1994, S. 101-118.
  • Der erste Kreuzzug im Spiegel der deutschen Geschichtsschreibung, in: Auslandsbeziehungen unter den salischen Kaisern. Geistige Auseinandersetzung und Politik. Referate und Aussprachen der Arbeitstagung vom 22.-24. November 1990 in Speyer, hg. v. Franz Staab, Verlag der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften in Speyer 1994, S. 139-165.
  • „Sachsen“ in der Wahrnehmung fränkischer und ottonischer Geschichtsschreiber, in: Von Sachsen nach Jerusalem. Menschen und Institutionen im Wandel der Zeiten. Festschrift Wolfgang Giese, hg. v. Hubertus Seibert und Gertrud Thoma, München 2004, S. 73-94.
  • Die germanisch-romanische (Kultur-)Synthese in der Wahrnehmung der merowingischen Geschichtsschreibung, in: Akkulturation. Probleme einer germanisch-romanischen Kultursynthese in Spätantike und frühem Mittelalter, hg. v. Dieter Hägermann, Wolfgang Haubrichs und Jörg Jarnut (RGA Ergänzungsband 41) Berlin-New York 2004, S. 547-570.
  • Die Wahrnehmung von ‚Staat‘ und ‚Herrschaft‘ im frühen Mittelalter, in: Staat im frühen Mittelalter, hg. v. Stuart Airlie, Walter Pohl und Helmut Reimitz (Österreichische Akademie der Wissenschaften. Phil.-hist. Klasse. Denkschriften 334 = Forschungen zur Geschichte des Mittelalters 11), Wien 2006, S. 39-58.
  • The perception of “power” and “state” in the Early Middle Ages, in: Representations of Power in Medieval Germany, 500-1500, hg. v. Björn Weiler und Simon McLean (International Medieval Research 16), Turnhout 2006, S. 15-36.
  • Die schwäbischen Herzöge in der Wahrnehmung der alemannischen Geschichtsschreiber der Ottonen- und Salierzeit, in: Adel und Königtum im mittelalterlichen Schwaben. Festschrift für Thomas Zotz, hg. v. Andreas Bihrer, Mathias Kälble und Heinz Krieg (Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden Württemberg. Reihe B: Forschungen 175), Stuttgart 2009, S. 127-144.
  • Debilis. Vorstellungen von menschlicher Gebrechlichkeit im frühen Mittelalter, in: Homo Debilis. Behinderte – Kranke – Versehrte in der Gesellschaft des Mittelalters (Studien und Texte zur Geistes- und Sozialgeschichte 3), hg. v. Cordula Nolte, Korb 2009, S. 21-55.
  • Vergangenheit und Gegenwart. Mittelalterliche Wahrnehmungs- und Deutungsmuster am Beispiel der Vorstellungen der Zeiten in der früh- und hochmittelalterlichen Historiographie, in: Zwischen Wort und Bild. Wahrnehmungen und Deutungen im Mittelalter, hg. v. Hartmut Bleumer, Hans-Werner Goetz, Steffen Patzold und Bruno Reudenbach, Köln-Weimar-Wien 2010, S. 157-202.
  • La perception de l’espace politico-géographique de la Francia Media dans l’historiographie médiévale, in: De la Mer du Nord à la Méditerranée: Francia Media, une région au coeur de l’Europe (c. 840-c. 1050). Actes du colloque international (Metz, Luxembourg, Trèves, 8-11 février 2006), hg. v. Michèle Gaillard, Michel Margue, Alain Dierkens et Hérold Pettiau (Publications du Centre luxembourgeois de documentation et d’études médiévales [CLUDEM] 25), Luxemburg 2011, S. 111-129.
 4. Zur Mentalität
  • Kirchenfest und weltliches Alltagsleben im früheren Mittelalter, in: Mediävistik 2, 1989 (erschienen 1991), S. 123-171.
  • Der 'rechte' Sitz. Die Symbolik von Rang und Herrschaft im Hohen Mittelalter im Spiegel der Sitzordnung, in: Symbole des Alltags - Alltag der Symbole. Festschrift Harry Kühnel, Graz/Austria 1992, S. 11-47.
  • Rituale II, in: Das andere Mittelalter. Emotionen, Rituale und Kontraste, Kunst-Halle Krems 1992, S. 85-93.
  • Izučenie mental'nost: Vzgljad iz Germannii [Studien der Mentalität: Blick aus Deutschland], in: Spory o Glavnom. Diskussii o nastojaščem i buduščem istoričeskoj nauki vokrug francuzkoj školy „Annales [Streitigkeiten über das Wichtigste. Diskussionen über Gegenwart und Zukunft der historischen Wissenschaft um die französische Schule der „Annales], Moskau 1993, S. 58-64.
  • „Zeit/Geschichte - Mittelalter, in: Europäische Mentalitätsgeschichte, hg. v. Peter Dinzelbacher, Stuttgart 1993, S. 640-649.
  • Zur Mentalität bäuerlicher Schichten im frühen Mittelalter, in: Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 80, 1993, S. 153-174.
  • Weltliches Leben in frommer Gesinnung? Lebensformen und Vorstellungswelten im frühen und hohen Mittelalter, in: Gerd Althoff/Hans-Werner Goetz/Ernst Schubert: der Kathedrale. Neuigkeiten aus dem Mittelalter, Darmstadt 1998, S. 111-228.
  • „Beatus Homo qui invenit amicum. The Concept of Friendship in Early Medieval Letters of the Anglo-Saxon Tradition on the Continent (Boniface, Alcuin), in: Friendship in Medieval Europe, hg. v. Julian Hasaldine, Phoenix Mill 1999, S. 124-136.
  • Wunderberichte im 9. Jahrhundert. Ein Beitrag zum literarischen Genus der frühmittelalterlichen Mirakelsammlungen, in: Mirakel im Mittelalter. Konzeptionen - Erscheinungsformen - Deutungen, hg. v. Martin Heinzelmann, Klaus Herbers und Dieter R. Bauer (Beiträge zur Hagiographie 3), Stuttgart 2002, S. 180-226.
  • Konzept, Bewertung und Funktion der Lüge in Theologie, Recht und Geschichtsschreibung des frühen und hohen Mittelalters, in: Homo mendax. Lüge als kulturelles Phänomen im Mittelalter (Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung 9, 2004), S. 54-72.
  • „Fremdheit“ im früheren Mittelalter, in: Herrschaftspraxis und soziale Ordnungen im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Ernst Schubert zum Gedenken, hg. v. Peter Aufgebauer und Christine van den Heuvel, unter Mitarbeit von Brage Bei der Wieden, Sabine Graf und Gerhard Streich, Hannover 2006, S. 245-265.
  • Die Vorstellungen von Recht und Gerechtigkeit in der Merowingischen Geschichtsschreibung: das Beispiel Gregors von Tours, in: Leges – Gentes – Regna. Zur Rolle von germanischen Rechtsgewohnheiten und lateinischer Schrifttradition bei der Ausbildung der frühmittelalterlichen Rechtskultur, hg. v. Gerhard Dilcher und Eva-Marie Distler, Berlin 2006, S. 91-117.
  • Sarazenen als „Fremde“? Anmerkungen zum Islambild in der abendländischen Geschichtsschreibung des frühen Mittelalters, in: Fremde, Feinde und Kurioses. Innen- und Außenansichten unseres muslimischen Nachbarn, hg. v. Benjamin Jokisch, Ulrich Rebstock und Lawrence I. Conrad (Studien zur Geschichte und Kultur des islamischen Orients. Beihefte zur Zeitschrift „Der Islam“, n.F. 24) (= Festschrift Gernot Rotter), Berlin-New York 2009, S. 39-66.
  • Alt sein und alt werden in der Vorstellungswelt des frühen und hohen Mittelalters, in: Alterskulturen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit.. Internationaler Kongreß Krems an der Donau 16. bis 18. Oktober 2006, hg. v. Gerhard Jaritz und Elisabeth Vavra (Österreichische Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-historische Klasse. SB 780 = Veröffentlichungen des Instituts für Realienkunde des Mittelalters und der Frühen Neuzeit 21), Wien 2008, S. 17-58.

 5. Religiöse Vorstellungswelten

  • Gott und die Welt. Religiöse Vorstellungen des frühen und hohen Mittelalters.
    Teil I, Band 1: Das Gottesbild (Orbis mediaevalis. Vorstellungswelten des Mittelalters 13.1), Berlin 2011 (Akademie Verlag, 338 Seiten).
    Teil I, Band 2: II. Die materielle Schöpfung. Kosmos und Welt. III. Die Welt als Heilsgeschehen (Orbis mediaevalis. Vorstellungswelten des Mittelalters 13.2), Berlin 2012 (Akademie Verlag, 320 Seiten).

  • (zusammen mit Gerd Althoff und Ernst Schubert): Menschen im Schatten der Kathedrale. Neuigkeiten aus dem Mittelalter, Darmstadt 1998 (Primus/Wissen­schaftliche Buchgesellschaft)
    japanische Übersetzung (Monographie) des eigenen Abschnitts: Chusei no sei to zoku: shinkoo to nichijoo no kousasuru kuukan (Religiös und weltlich im Mittelalter: der Raum, in dem sich Glaube und Alltag überschneiden) (Übersetzer: Takuya Tsuyama), Tokyo 2004 (Verlag: Yasaka shoboo).
  • Narodnaya kul’tura i cerkovnaya vera v rannem Srednevekovie: nekotorie metodologicheskie probnlemi ih izuchenia (Volkskultur und Kirchenglauben im frühen Mittelalter: einige methodische Probleme zu ihrer Erforschung und Abgrenzung), in: Obrazi proshlogo. Sbornik pamiati a. Ja. Gurevicha (Bilder der Vergangenheit. Gedenkschrift für Aaron Gurjewitsch), St. Petersburg 2011, S. 452-464.
  • Gottes Geschichtshandeln in der früh- und hochmittelalterlichen Vorstellungswelt, in: Gott in der Geschichte. Zum Ringen um das Vertändnis von Heil und Unheil in der Geschichte des Christentums, hg. v. Mariano Delgado und Volker Leppin (Studien zur christlichen Religions- und Kulturgeschichte 18), Fribourg-Stuttgart 2013, S. 131-157.
  • Discourses on Purity in Western Christendom in the Early and High Middle Ages, in: Discourses of Purity in Transcultural Perspective (300-1600), hg, v. Nikolaus Jaspert und Matthias Bley (im Druck).
  • God in the Middle Ages, in: Handbook of Medieval Culture, hg. v. Albrecht Classen (im Druck).


Studien zum Geschichtsdenken und zur Geschichtsschreibung des frühen und hohen Mittelalters

Dieser Schwerpunkt schließt an den vorigen unmittelbar an, indem hier die „historische Vorstellungswelt„ des Mittelalters auf breiter Basis untersucht wird. In der ersten Phase standen Forschungen zur Geschichtstheologie und zur politisch-historischen Vorstellungswelt einzelner Autoren (Honorius Augustudunensis, Orosius, Otto von Freising) im Vordergrund. Diese Sichtweise (die Frage nach dem Geschichtsbild) hat sich im letzten Jahrzehnt zu Fragen nach dem mittelalterlichen Geschichtsbewusstsein erweitert und verlagert, die den Umgang mit der Vergangenheit und das dahinter stehende Gegenwartsinteresse im Vergangenheitsbild der Autoren beleuchten und zuletzt überhaupt im Vordergrund der Forschungen standen. In diesem Rahmen wurden vor allem der Geschichtsbegriff, das Endzeitbewusstsein und die mittelalterlichen Zeitvorstellungen behandelt. Darüber hinaus wurde resümierend über die Charakteristika der mittelalterlichen Geschichtsschreibung, ihr Verständnis von „Geschichte„ und ihre Arbeitsweise nachgedacht.

Veröffentlichungen

1. Zu einzelnen Autoren:

  • Die „Summa gloria. Ein Beitrag zu den politischen Vorstellungen des Honorius Augustudunensis, in: Zeitschrift für Kirchengeschichte 89, 1978, S. 307-353.
  • Orosius und die Barbaren. Zu den umstrittenen Vorstellungen eines spätantiken Geschichtstheologen, in: Historia 29, 1980, S. 356-376.
  • Die Geschichtstheologie des Orosius (Impulse der Forschung 32) Darmstadt 1980.
  • Das Geschichtsbild Ottos von Freising. Ein Beitrag zur historischen Vorstellungswelt und zur Geschichte des 12. Jahrhunderts (Beihefte zum Archiv für Kulturgeschichte 19) Köln-Wien 1984 (zugleich Habil.-Schrift Ruhr-Universität Bochum 1981).
  • „Empirisch - „metaphysisch? Zum Verständnis der Zweistaatenlehre Ottos von Freising im Hinblick auf Augustin, in: Augustiniana 30, 1980, S. 29-42.
  • „Ratio und „Fides. Scholastische Philosophie und Theologie im Denken Ottos von Freising, in: Theologie und Philosophie 56, 1981, S. 232-243.
  • „Gespaltene Gesellschaft und Einheitsideal. Bemerkungen zum Gegenwartsbild Ottos von Freising, in: Zeitschrift für bayerische Kirchengeschichte 50, 1981, S. 14-21.
  • Die Viten des heiligen Kilian, in: Kilian. Mönch aus Irland - aller Franken Patron. Aufsätze, hg. v. Johannes Erichsen, München 1989, S. 287-297.
  • Geschichtsschreibung und Recht. Zur rechtlichen Legitimierung des Bremer Erzbistums in der Chronik Adams von Bremen, in: Recht und Alltag im Hanseraum. Festschrift Gerhard Theuerkauf, hg. v. Silke Urbanski, Christian Lamschus und Jürgen Ellermeyer, Lüneburg 1993, S. 191-205.
  • Constructing the Past. Religious Dimensions and Historical Consciousness in Adam of Bremen’s Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum, in: The Making of Christian Myths in the Periphery of Latin Christendom (c. 1000-1300), hg. v. Lars Boje Mortensen, Kopenhagen 2006, S. 17-51.
  • Der Investiturstreit in der deutschen Geschichtsschreibung von Lampert von Hersfeld bis Otto von Freising, in: Canossa. Erschütterung der Welt. Geschichte, Kunst und Kultur am Aufgang der Romanik. Essays (Begleitband zum Ausstellungskatalog), München 2006, S. 47-59.
  • Die Chronik Thietmars von Merseburg als Ego-Dokument: ein Bischof mit gespaltenem Selbstverständnis, in: Ego-Trouble. Authors and Their Identities in the Early Middle Ages, hg. v. Richard Corradini, Matthew Gillis, Rosamond McKitterick u. Irene van Rens-woude (Österreichische Akademie der Wissenschaften. Phil.-hist. Klasse. Denkschriften 185 = Forschungen zur Geschichte des Mittelalters 15), Wien 2010, S. 259-270.
  • Antike Tradition, römische Kontinuität und Wandel in den frühmittelalterlichen Reichen in der Wahrnehmung der frühmittelalterlichen Geschichtsschreibung: Gregor von Tours und Paulus Diaconus im Vergleich, in: Völker, Reiche und Namen im frühen Mittelalter, hg. v. Matthias Becher und Stefanie Dick (MittelalterStudien 22), München 2010, S. 255-277.

2. Zum Geschichtsbegriff.

  • Die „Geschichte im Wissenschaftssystem des Mittelalters, in: Franz-Josef Schmale, Funktion und Formen mittelalterlicher Geschichtsschreibung, Darmstadt 1985, S. 165-213.

3. Zum Geschichtsbild.

  • Endzeiterwartung und Endzeitvorstellung im Rahmen des Geschichtsbildes des früheren 12. Jh., in: The Use and Abuse of Eschatology in the Middle Ages, hg. v. Werner Verbeke, Daniel Verhelst u. Andries Welkenhuysen (Mediaevalia Lovaniensia ser. I, studia 15) Leuven 1988, S. 306-332.
  • Bernard et Norbert: eschatologie et réforme, in: Saint-Bernard. Histoire, mentalités, spiritualité, hg. v. Dominique Bertrand, Paris 1992, S. 505-525 [erweiterte deutsche Fassung unter dem Titel: Eschatologische Vorstellungen und Reformziele bei Bernhard von Clairvaux und Norbert von Xanten, in: Zisterziensische Spiritualität. Theologische Grundlagen, funktionale Voraussetzungen und bildhafte Ausprägungen im Mittelalter, hg. v. Clemens Kasper OCist. und Klaus Schreiner (Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige. Ergänzungsband 34) St. Ottilien 1994, S. 153-169].
  • Fortuna in der hochmittelalterlichen Geschichtsschreibung, in: Fatum, Fortuna, Providentia (Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung. Zeitschrift des Mediävistenverbandes 1), 1996, S. 75-89.
  • Die Rezeption der augustinischen civitas-Lehre in der Geschichtstheologie des 12. Jahrhunderts, in: Literatur in Bayern 43 (März 1996), S. 54-62.
  • Die Rezeption der augustinischen civitas-Lehre in der Geschichtstheologie des 12. Jahrhunderts, in: Nibelungenlied und Klage. Ursprung - Funktion - Bedeutung. Symposium Kloster Andechs 1995 (mit Nachträgen bis 1998), hg. v. Dietz-Rüdiger Moser u. Marianne Sammer (Beihefte der Zeitschrift „Literatur in Bayern 2) München 1998, S. 131-167.
  • Historical Writing, Historical Thinking and Historical Cosciousness in the Middle Ages (Escrita Histórica, Pensamento Histérico e Consciência Histórica na Idade Média), in: Revista Diálogos Mediterrânicos 2012/2, S. 110-128 (= Internetpublikation: www.dialogosmediterranicos.com.br/index.php/RevistaDM/issue/current/showToc)
  • Die mittelalterlichen Vorstellungen vom Sündenfall als Interaktion zwischen Gott, dem Teufel und den Menschen, in: Gottes Werk und Adams Beitrag. Formen der Interaktion zwischen Mensch und Gott im Mittelalter, hg. v. Thomas Honegger, Gerlinde Huber-Rebenich und Volker Leppin (Symposium des Mediävistenverbandes in Jena 2011) (im Druck).

4. Zum Umgang mit der Geschichte und zum Geschichtsbewußtsein.

  • Geschichte als Argument. Historische Beweisführung und Geschichtsbewußtsein in den Streitschriften des Investiturstreits, in: Historische Zeitschrift 245, 1987, S. 31-69.
  • Fälschung und Verfälschung der Vergangenheit. Zum Geschichtsbild der Streitschriften des Investiturstreits, in: Fälschungen im Mittelalter Bd. 1 (Schriften der MGH 33,I) Hannover 1988, S. 165-188.
  • Zum Geschichtsbewußtsein in der alamannisch-schweizerischen Klosterchronistik des hohen Mittelalters (11.-13. Jahrhundert), in: Deutsches Archiv 44, 1988, S. 455-488.
  • Tradition und Geschichte im Denken Gregors VII., in: Historiographia mediaevalis. Studien zur Geschichtsschreibung und Quellenkunde des Mittelalters. Festschrift für Franz-Josef Schmale zum 65. Geburtstag, Darmstadt 1988, S. 138-148.
  • Die Gegenwart der Vergangenheit im früh- und hochmittelalterlichen Geschichtsbewußtsein, in: Historische Zeitschrift 255, 1992, S. 61-97.
  • (Hg.) Hochmittelalterliches Geschichtsbewußtsein im Spiegel nichthistoriographischer Quellen, Berlin 1998.
  • Vergangenheitswahrnehmung, Vergangenheitsgebrauch und Geschichtssymbolismus in der Geschichtsschreibung der Karolingerzeit, in: Ideologie e pratiche del reimpiego nell'alto medioevo (Settimane di studio 46) Spoleto 1999, S. 177-225.
  • Geschichtsschreibung und Geschichtsbewußtsein im hohen Mittelalter (Orbis mediaevalis 1), Berlin 1999; 2. Aufl. Berlin 2008.
  • Historical Consciousness and Institutional Concern in European Medieval Historiography (11th and 12th centuries), in: Making Sense of Global History. The 19th International Congress of the Historical Sciences Oslo 2000. Commemorative Volume, hg. v. Sølvi Sogner, Oslo 2001, S. 349-365.
  • „Konstruktion der Vergangenheit. Geschichtsbewußtsein und „Fiktionalität in der hochmittelalterlichen Chronistik, dargestellt am Beispiel der Annales Palidenses, in: Von Fakten und Fiktionen. Mittelalterliche Geschichtsdarstellungen und ihre kritische Aufarbeitung, hg. v. Johannes Laudage (Europäisches Geschichtsdarstellungen 1), Köln-Weimar-Wien 2003, S. 225-257.
  • Der Dynastiewechsel von 751 im Spiegel der (späteren) Geschichtsschreibung, in: Der Dynastiewechsel von 751, hg. v. Matthias Becher und Jörg Jarnut, Münster 2004, S. 321-367.
  • Frühscholastik und Geschichtsbewußtsein in der spätsalischen Weltchronistik, in: Vom Umbruch zur Erneuerung? Das 11. und beginnende 12. Jahrhundert. Positionen der Forschung, hg. v. Jörg Jarnut und Matthias Wemhoff unter Mitarbeit von Nicola Karthaus (MittelalterStudien 13) München 2006, S. 197-218.
  • Einführung in die Tagung: Konrad I. – ein König in seiner Zeit und die Bedeutung von Geschichtsbildern, in: König Konrad I. – Auf dem Weg zum „Deutschen Reich“?, hg. v. Hans-Werner Goetz unter Mitarbeit von Simon Elling, Bochum 2006, S. 13-29.
  • Der Umgang mit der Geschichte in der lateinischen Weltchronistik des hohen Mittelalters, in: Julius Afrikanus und die christliche Weltchronistik, hg. v. Martin Wallraff, Berlin-New York 2006, S. 179-205
  • Herrschaft und Geschichte. Legitimation und Delegitimation von Herrschaft mittels historischer Argumentation in der Geschichtsschreibung des 12. Jahrhunderts, in: Macht und Spiegel der Macht. Herrschaft in Europa im 12. und 13. Jahrhundert vor dem Hintergrund der Chronistik, hg. v. Norbert Kersken und Grischa Vercamer (Deutsches Historisches Institut Warschau. Quellen und Studien 27), Wiesbaden 2013, S. 65-83.
  • Die Wahrnehmung von Byzanz in der fränkischen Historiographie, in: Byzanz und der Westen 400-600, hg. v. Mischa Meier und Steffen Patzold (im Druck).

5. Zum Zeitbewußtsein.

  • Historiographisches Zeitbewußtsein im frühen Mittelalter: Zum Umgang mit der Zeit in der karolingischen Geschichtsschreibung, in: Historiographie im frühen Mittelalter, hg. v. Anton Scharer und Georg Scheibelreiter (Veröffentlichungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 32) Wien-München 1994, S. 158-178.
  • Die Zeit als Ordnungsfaktor in der hochmittelalterlichen Geschichtsschreibung, in: Rhythmus und Saisonalität. Kongreßakten des 5. Symposions des Mediävistenverbandes in Göttingen 1993, hg. v. Peter Dilg, Gundolf Keil und Dietz-Rüdiger Moser, Sigmaringen 1995, S. 63-74.
  • Zeitbewußtsein und Zeitkonzeptionen in der hochmittelalterlichen Geschichtsschreibung, in: Zeitkonzeptionen Zeiterfahrung Zeitmessung. Stationen ihres Wandels vom Mittelalter bis zur Moderne, hg. v. Trude Ehlert, Paderborn-München-Wien-Zürich 1997, S. 12-32.
  • The Concept of Time in the Historiography of the Eleventh and Twelfth Centuries, in: Medieval concepts of the Past, hg. v. Gerd Althoff, Johannes Fried, Patrick J. Geary (Schriften des Deutschen Historischen Instituts in Washington), Cambridge [u.a.] 2003, S. 139-165.
  • Vergangenheitsbegriff, Vergangenheitskonzepte, Vergangenheitswahrnehmung in früh- und hochmittelalterlichen Geschichtsdarstellungen, in: Geschichtsbilder. Konstruktion – Reflexion – Transformation, hg. v. Christina Jostkleigrewe, Christian Klein, Kathrin Prietzel, Peter F. Saeverin und Holger Südkamp (Europäische Geschichtsdarstellungen 7) Köln-Weimar-Wien 2005, S. 171-202.
  • Vergangenheit und Gegenwart. Mittelalterliche Wahrnehmungs- und Deutungsmuster am Beispiel der Vorstellungen der Zeiten in der früh- und hochmittelalterlichen Historiographie.in: Zwischen Wort und Bild. Wahrnehmungen und Deutungen im Mittelalter, hg. v. Hartmut Bleumer, Hans-Werner Goetz, Steffen Patzold und Bruno Reudenbach, Köln-Weimar-Wien 2010, S. 157-202.

6. Zur Geschichtsschreibung als Gattung.

  • Von der res gesta zur narratio rerum gestarum. Anmerkungen zu Methode und Hilfswissenschaften des mittelalterlichen Geschichtsschreibers, in: Revue belge de philologie et d'histoire 67, 1989, S. 695-713.
  • On the Universality of Universal History, in: Historiographie médiévale en Europe, hg. v. Jean-Philippe Genet, Paris 1991, S. 247-261.
  • Verschriftlichung von Geschichtskenntnissen: Die Historiographie der Karolingerzeit, in: Schriftlichkeit im frühen Mittelalter, hg. v. Ursula Schaefer (ScriptOralia 53) Tübingen 1993, S. 229-253.
  • Der hochmittelalterliche Geschichtsschreiber und seine Quellen. Zur historiographischen Praxis im Spiegel von Geschichtsverständnis und Geschichtsbewußtsein, in: Mittellateinisches Jahrbuch 32, 1997, S. 1-18.The „Methodology" of Medieval Chroniclers, in: Chronicon. Medieval Narrative Sources. A Chronological Guide with Introductory Essays, hg. v. János M. Bak und Ivan Jurkovic, Turnhout 2013, S. 25-33.

Die Wahrnehmung anderer Religionen (ERC-Projekt)


In einem von 2009-2012 geförderten ERC-Advanced Grant Projekt „POR“ (Perception of Other Religions), an dem drei Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen (Anna Aurast, Claudia Valenzuela, bis März 2011: Kerstin Zech, ab April 2011: Bele Freudenberg) und Studentische Hilfskräfte (Norman Bade, Anne Molls, Yvonne Breski) beteiligt sind, wird in großem Umfang die abendländisch-katholische Wahrnehmung aller anderen Religionen (Heiden, Juden, Muslime, Häretiker, Griechisch-Orthodoxe) sowohl einzeln wie im Vergleich vom 5. bis zum 12. Jahrhundert nach einem Frageraster erarbeitet.

Veröffentlichungen:
  • Sarazenen als „Fremde“? Anmerkungen zum Islambild in der abendländischen Geschichtsschreibung des frühen Mittelalters, in: Sarazenen als „Fremde“? Anmerkungen zum Islambild in der abendländischen Geschichtsschreibung des frühen Mittelalters, Fremde, Feinde und Kurioses. Innen- und Außenansichten unseres muslimischen Nachbarn, hg. v. Benjamin Jokisch, Ulrich Rebstock und Lawrence I Conrad (Studien zur Geschichte und Kultur des islamischen Orients. Beihefte zur Zeitschrift „Der Islam“, n.F. 24)(=Festschrift Gernot Rotter), Berlin-New York 2009, S. 39-66.
  • Die christlich-abendländische Wahrnehmung anderer Religionen im frühen und hohen Mittelalter. Methodische und vergleichende Aspekte (Wolfgang Stammler-Gastprofessur für germanische Philologie 23), Berlin 2013 (de Gruyter, 82 Seiten).
  • Die Wahrnehmung anderer Religionen und christlich-abendländisches Selbstverständnis im frühen und hohen Mittelalter (5.-12. Jahrhundert), 2 Bde., Berlin 2013 (Akademie Verlag, 942 Seiten).
  • Was wird im frühen Mittelalter unter „Häresie“ verstanden? Zur Häresiewahrnehmung des Hrabanus Maurus, in: Die Wahrnehmung anderer Religionen im frühen Mittelalter: Terminologische und methodische Probleme, hg. v. Anna Aurast and Hans-Werner Goetz (Hamburger geisteswissenschaftliche Studien zu Religion und Gesellschaft 1), Berlin 2012, S. 47-88.
  • Christians and Pagans in the Period of Missionary Activities: Similar Conceptions in a Religious Confrontation, in: The Creation of Medieval Northern Europe. Christianisation, Social Transformations, and Historiography. Essays in Honour of Sverre Bagge, hg. v. Leidulf Melve und Sigbjørn Sønnesyn, Oslo 2012, S. 29-43.
  • (Hg., zusammen mit Marc Föcking): Ungläubige, Teufelsdiener, Abtrünnige ... Der Umgang mit Andersgläubigen in Geschichte und Gegenwart (Hamburger geisteswissenschaftliche Studien zu Religion und Gesellschaft 3), Berlin 2013 (Lit).
  • Häresie – was ist das? Die Wahrnehmung von Häretikern im früheren Mittelalter, in: Ungläubige, Teufelsdiener, Abtrünnige ... Der Umgang mit Andersgläubigen in Geschichte und Gegenwart, hg. v. Marc Föcking und Hans-Werner Goetz (Hamburger geisteswissenschaftliche Studien zu Religion und Gesellschaft 3), Berlin 2013, S. 35-57.
  • La compétition entre catholiques et ariens en Gaule : les entretiens religieux („Religionsgespräche“) de Grégoire de Tours, in: Agôn. La compétition (Ve-XIIe siècle), hg. v. François Bougard, Régine Le Jan und Thomas Lienhard (Collection Haut Moyen Âge 17), Turnhout 2012, S. 183-198.
  • Die Wahrnehmung der Heiden in den Viten Ottos von Bamberg, in: Von Sarazenen und Juden, Heiden und Häretikern. Die christlich-abendländischen Vorstellungen von Andersgläubigen im Früh- und Hochmittelalter in vergleichender Perspektive, hg. v. Norman Bade und Bele Freudenberg, Bochum 2013, S. 109-129.
  • Wandel des Häresiebegriffs im Zeitalter der Kirchenreform? Eine Betrachtung der Streitschriften Humberts von Silva Candida und Gottfrieds von Vendôme, in: ebd. S. 131-152
  • Discourses on Purity in Western Christendom in the Early and High Middle Ages, in: Discourses of Purity in Transcultural Perspective (300-1600), hg: v. Nikolaus Jaspert und Matthias Bley.
  • (zusammen mit Bele Freudenberg): The Christian perception of heathens in the Early Middle Ages, in: Millennium. Jahrbuch zu Kultur und Geschichte des ersten Jahrtausends nach Chr. 10, 2013, S. 281-291.
  • What is Heretic in Christian Heresies? The Perspective of Medieval Catholic Authors, in: ebd. S. 373-384.
  • La lutte des dieux. Remarques sur l'argumentation et les concepts des missionnaires au Haut Moyen Âge, in: Compétition et sacré au haut Moyen Âge: entre médiation et exclusion, hg. v. Philippe Depreux, François Bougard und Régine Le Jan (im Druck).
  • Heiden aus Schicksal − Heiden aus Schuld? Zum Heidenbegriff in frühmittelalterlichen Missionskontexten, in: Mittellateinisches Jahrbuch 2013 (im Druck).
  • Heiden, Juden und Ketzer. Die Wahrnehmung anderer Religionen in der Kaiserchronik, in: Die Kaiserchronik, hg. v. Nine Miedema (Festkolloquium Wolfgang Haubrichs) (im Druck).

Gemeinsame Veröffentlichungen der Projektmitarbeiter/innen:

  • Die Wahrnehmung anderer Religionen im früheren Mittelalter: Terminologische Probleme und methodische Ansätze, hg. v. Anna Aurast und Hans-Werner Goetz (Hamburger geisteswissenschaftliche Studien zu Religion und Gesellschaft 1), Münster 2012 (Lit Verlag).
  • Christian Perception and Knowledge of Other Religions in the Early Middle Ages, in: Millennium. Jahrbuch zu Kultur und Geschichte des ersten Jahrtausends nach Chr. 10, 2013, S. 275-384.
  • Von Sarazenen und Juden, Heiden und Häretikern. Die christlich-abendländischen Vorstellungen von Andersgläubigen im Früh- und Hochmittelalter in vergleichender Perspektive, hg. v. Norman Bade und Bele Freudenberg, Bochum 2013.


Studien zur Verfassungs- und Sozialgeschichte des frühen und hohen Mittelalters

Seit der Dissertation wurden Fragen der mittelalterlichen Verfassungs- und Sozialgeschichte behandelt. Dabei wird die „Realität oft mit der „Wahrnehmung„ der Quellen (siehe Schwerpunkt 1) konfrontiert, dahinter steht aber auch die Frage nach den zeitspezifischen Kennzeichen der mittelalterlichen „Staatlichkeit.

Veröffentlichungen:

1. Herzogtum und Stämme des frühen und hohen Mittelalters.

  • „Dux und „Ducatus. Begriffs- und verfassungsgeschichtliche Untersuchungen zur Entstehung des sogenannten „jüngeren Stammesherzogtums an der Wende vom neunten zum zehnten Jahrhundert, Bochum 1977 (zugleich Diss. Ruhr-Universität Bochum 1976).
  • Das Herzogtum im Spiegel der salierzeitlichen Geschichtsschreibung, in: Die Salier und das Reich, hg. v. Stefan Weinfurter, Bd. 1: Salier, Adel und Reichsverfassung, Sigmaringen 1991, S. 253-271.
  • Das Herzogtum der Billunger ein sächsischer Sonderweg?, in: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 66, 1994, S. 167-197.
  • Gentes et linguae. Völker und Sprachen im Ostfränkischen Reich in der Wahrnehmung der Zeitgenossen, in: Theodisca. Beiträge zur althochdeutschen und altniederdeutschen Sprache und Literatur in der Kultur des frühen Mittelalters. Eine internationale Fachtagung in Schönmühl bei Penzberg vom 13. bis zum 16. März 1997, hg. v. Wolfgang Haubrichs, Ernst Hellgarth, Reiner Hildebrandt, Stephan Müller u. Klaus Ridder, Berlin-New York 2000, S. 290-312.
  • Gentes. Zur zeitgenössischen Terminologie und Wahrnehmung ostfränkischer Ethnogenese im 9. Jahrhundert, in: Mitteilungen des Österreichischen Instituts für Geschichtsforschung 108, 2000, S. 85-116.
  • Gentes in der Wahrnehmung frühmittelalterlicher Autoren und moderner Ethnogeneseforschung: Zur Problematik einer gentilen Zuordnung von Personennamen, in: Person und Name. Methodische Probleme bei der Erstellung eines Personennamenbuchs des Frühmittealters, hg. v. Dieter Geuenich, Wolfgang Haubrichs und Jörg Jarnut (Erg.-Bde. zum RGA 32), Berlin-NewYork 2002, S. 204-220.
  • Zur Wandlung des Frankennamens im Frühmittelalter, in: Integration und Herrschaft. Ethnische Identitäten und soziale Organisation im Frühmittelalter, hg. v. Walter Pohl und Maximilian Diesenberger (Österreichische Akademie der Wissenschaften, phil.-hist. Kl., Denkschriften 301 = Forschungen zur Geschichte des Mittelalters 3), Wien 2002, S. 133-150.
  • Gens. Terminology and Perception of the „Germanic Peoples from Late Antiquity to the Early Middle Ages, in: The Construction of Communities in the Early Middle Ages. Texts, Resources and Artefacts, hg. v. Richard Corradini, Max Diesenberger und Helmut Reimitz (The Transformation of the Roman World 12), Leiden-Boston 2003, S. 39-64.
  • Die „deutschen Stämme als Forschungsproblem, in: Zur Geschichte der Gleichung 'germanisch – deutsch'. Sprache und Namen, Geschichte und Institutionen, hg. v. Heinrich Beck, Dieter Geuenich, Heiko Steuer und Dietrich Hakelberg (Erg.-Bde. zum RGA 34) Berlin-New York 2004, S. 229-253.
  • Definir l’espace politique: la formation des duchés dans le royaume franc de l’Est vers l’an 900, in: Les élites et leurs espaces : Mobilité, Rayonnement, Domination (du VIe au XIe siècle), hg. v. Philippe Depreux, François Bougard und Régine Le Jan (Collection Haut Moyen Âge 5), Turnhout 2007, S. 155-172.
  • Gens – Regnum – Lex: das Beispiel der Franken, Leges – Gentes – Regna. Zur Rolle von germanischen Rechtsgewohnheiten und lateinischer Schrifttradition bei der Ausbildung der frühmittelalterlichen Rechtskultur, hg. v. Gerhard Dilcher und Eva-Marie Distler, Berlin 2006, S. 537-542.
  • Die schwäbischen Herzöge in der Wahrnehmung der alemannischen Geschichtsschreiber der Ottonen- und Salierzeit, in: Adel und Königtum im mittelalterlichen Schwaben. Festschrift für Thomas Zotz, hg. v. Andreas Bihrer, Mathias Kälble und Heinz Krieg (Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden Württemberg. Reihe B: Forschungen 175), Stuttgart 2009, S. 127-144.
  • Zur Funktion und Anwendung von Volks-, Reichs- und Nationsbegriffen in der nordalpinen Geschichtsschreibung des 9. bis 11. Jahrhunderts, in: Nationes, Gentes und Musik im Mittelalter, hg. v. Frank Hentschel (im Druck).

2. Die Gottesfriedensbewegung

  • Kirchenschutz, Rechtswahrung und Reform. Zu den Zielen und zum Wesen der frühen Gottesfriedensbewegung in Frankreich, in: Francia 11, 1983 (ersch. 1984), S. 193-239 (aktualisiert und adaptiert unter dem Titel: Protection of the Church, Defense of the Law, and Reform: On the Purposes and Character of the Peace of God, 989-1038, in: The Peace of God. Social Violence and Religious Response in France around the Year 1000, hg. v. Thomas Head u. Richard Landes, Ithaca-London 1992, S. 259-279.
  • Der Kölner Gottesfriede von 1083. Beobachtungen über Anfänge, Tradition und Eigenart der deutschen Gottesfriedensbewegung, in: Jahrbuch des Kölnischen Geschichtsvereins 55, 1984, S. 39-76.
  • Gottesfriede und Gemeindebildung, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germ. Abt. 105, 1988, S. 122-144.
  • La paix de Dieu en France autour de l'an Mil: fondements et objectifs, diffusion et participants, in: Le roi de France et son royaume autour de l'an Mil (Actes du colloque „Hugues Capet 987-1987, La France de l'an Mil), hg. v. Michel Parisse u. Xavier Barral i Altet, Paris 1992, S. 131-145.
  • Die Gottesfriedensbewegung im Licht neuerer Forschungen, in: Landfrieden. Anspruch und Wirklichkeit, hg. v. Arno Buschmann u. Elmar Wadle, Paderborn-München-Wien-Zürich 2002, S. 31-54.
  • Pacem et iustitiam facere. Zum Rechtsverständnis in den Gottes- und Landfrieden,in: Das Recht und seine historischen Grundlagen. Festschrift für Elmar Wadle zum 70. Geburtstag, hg. v. Tiziana J. Chiusi, Thomas Gergen und Heike Jung (Schriften zur Rechtsgeschichte 139), Berlin 2008, S.283-295.

3. Die frühmittelalterliche Grundherrschaft.

  • Herrschaft und Recht in der frühmittelalterlichen Grundherrschaft, in: Historisches Jahrbuch 104, 1984, S. 392-410.
  • Herrschaft und Raum in der frühmittelalterlichen Grundherrschaft, in: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 190, 1987, S. 7-33.
  • Beobachtungen zur Grundherrschaftsentwicklung der Abtei St. Gallen vom 8. zum 10. Jahrhundert, in: Strukturen der Grundherrschaft im frühen Mittelalter, hg. v. Werner Rösener (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 92) Göttingen 1989, S. 197-246.
  • Bäuerliche Arbeit und regionale Gewohnheit im Pariser Raum im frühen 9. Jahrhundert. Beobachtungen zur Grundherrschaft von Saint-Germain-des-Prés, in: La Neustrie. Les pays au nord de la Loire de 650 à 850, hg. v. Hartmut Atsma (Beihefte der Francia 16) Sigmaringen 1989, S. 505-522.
  • Die Grundherrschaft des Klosters Werden und die Siedlungsstrukturen im Ruhrgebiet im frühen und hohen Mittelalter, in: Vergessene Zeiten. Mittelalter im Ruhrgebiet, Bd. 2, Essen 1990, S. 80-88.
  • Serfdom and the beginnings of a 'seigneurial system' in the Carolingian period. a survey of the evidence, in: Early Medieval Europe 2, 1993, S. 29-51.
  • Frühmittelalterliche Grundherrschaften und ihre Erforschung im europäischen Vergleich, in: Das europäische Mittelalter im Spannungsbogen des Vergleichs. Zwanzig internationale Beiträge zu Praxis, Problemen und Perspektiven der historischen Komparatistik, hg. v. Michael Borgolte (Europa im Mittelalter 1) Berlin 2001, S. 65-87.
  • Die „private“ Grundherrschaft des frühen Mittelalters im Spiegel der St. Galler Traditionsurkunden, in: Tätigkeitsfelder und Erfahrungshorizonte des ländlichen Menschen in der frühmittelalterlichen Grundherrschaft (bis ca. 1000). Festschrift für Dieter Hägermann zum 65. Geburtstag, hg. v. Brigitte Kasten (VSWG-Beiheft 184), Stuttgart 2006, S. 111-137.
  • Besitz und Grundherrschaft des Frauenstiftes Essen im frühen und hohen Mittelalter, in: Frauen bauen Europa. Internationale Verflechtungen des Frauenstifts Essen, hg. v. Thomas Schilp (Essener Forschungen zum Frauenstift 9), Essen 2011, S. 107-140.
  • Die St Galler Tauschurkunden (und der alemannische Raum), in: Tauschgeschäft und Tauschurkunde vom 8. bis zum 12. Jahrhundert / L’acte d’échange, du VIIIe au XIIe siècle, hg. v. Irmgard Fees und Philippe Depreux (Archiv für Diplomatik, Schriftgeschichte, Siegel- und Wappenkunde. Beiheft 13), Köln-Weimar-Wien 2013, S. 171-200.

4. Staat, Herrschaft, Politik.

  • Zur Landnahmepolitik der Normannen im Fränkischen Reich, in: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 183, 1980, S. 9-17.
  • Typus einer Adelsherrschaft im späteren 9. Jahrhundert: Der Linzgaugraf Udalrich, in: St. Galler Kultur und Geschichte 11, 1981, S. 1-43.
  • Der letzte „Karolinger? Die Regierung Konrads I. im Spiegel seiner Urkunden, in: Archiv für Diplomatik 26, 1980 (erschienen 1982) S. 56-125.
  • Staatsvorstellung und Verfassungswirklichkeit in der Karolingerzeit, untersucht anhand des „regnum-Begriffs in erzählenden Quellen, in: Zusammenhänge, Einflüsse, Wirkungen. Kongreßakten zum ersten Symposium des Mediävistenverbandes in Tübingen 1984, hg. von Joerg O. Fichte, Karl Heinz Göller und Bernhard Schimmelpfennig, Berlin-New York 1986, S. 229-240.
  • Die bischöfliche Politik in Westfalen und ihre historiographische Legitimierung während des Investiturstreits, in: Westfälische Zeitschrift 141, 1991, S. 307-328.
  • „Herrschaft - Mittelalter, in: Europäische Mentalitätsgeschichte, hg. v. Peter Dinzelbacher, Stuttgart 1993, S. 466-475.
  • Auctoritas et dilectio. Zum päpstlichen Selbstverständnis im späteren 9. Jahrhundert, in: Gedenkreden auf Ludwig Buisson (1918-1992) (Hamburger Universitätsreden 53) Hamburg 1993, S. 27-58.
  • Heinrich IV. Der dramatische Beginn, in: Damals 27, 1995, S. 11-19.
  • Hugo Capet, in: Die französischen Könige des Mittelalters. Von Odo bis Karl VIII., hg. v. Joachim Ehlers, Heribert Müller und Bernd Schneidmüller, München (Beck) 1995, S. 76-86.
  • Selbstdisziplin als mittelalterliche Herrschertugend, in: Disziplinierung im Alltag des Mittelalters und der frühen Neuzeit (Veröffentlichungen des Instituts für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit 17 = SB Wien, phil.-hist. Kl. 669) Wien 1999, S. 27-56.
  • Staatlichkeit, Herrschaftsordnung und Lehnswesen im Ostfränkischen Reich als Forschungsprobleme, in: Il feodalesimo nell'alto medioevo (Settimane di studio 47) Spoleto 2000, S. 85-145.
  • Concepts of Realm and Frontiers From Late Antiquity to the Early Middle Ages: Some Preliminary Remarks, in: The Transformation of Frontiers From Late Antiquity to the Carolingians, hg. v. Walter Pohl, Ian Wood and Helmut Reimitz (The Transformation of the Roman World 10), Leiden-Boston-Köln 2001, S. 73-82.
  • Potestas. Staatsgewalt und Legitimität im Spiegel der Terminologie früh- und hochmittelalterlicher Geschichtsschreiber, in: Von Sacerdotium und Regnum. Geistliche und weltliche Gewalt im frühen und hohen Mittelalter. Festschrift Egon Boshof, hg. v. Franz-Reiner Erkens und Hartmut Wolff, Köln-Weimar-Wien 2002, S. 47-66.
  • (Hg., zusammen mit Jörg Jarnut u. Walter Pohl, unter Mitarbeit von Sören Kaschke): Regna and Gentes: The Relationship between Late Antique and Early Medieval Peoples and Kingdoms in the Transformation of the Roman World, Leiden [u.a.] 2003.
  • Introduction, in: Regna and Gentes. The Relationship between Late Antique and Early Medieval Peoples and Kingdoms in the Transformation of the Roman World, hg. v. Hans-Werner Goetz, Jörg Jarnut u. Walter Pohl unter Mitarbeit von Sören Kaschke (Transformation of the Roman World 13) Leiden-Boston 2003, S. 1-11.
  • Gens, kings and kingdoms: the Franks, in: ebd. S. 307-344.
  • Regna et gentes: Conclusion, in: ebd. S. 597-628.
  • Der fränkische maior domus in der Sicht erzählender Quellen, in: Vielfalt der Geschichte. Lernen, Lehren und Erforschen vergangener Zeiten. Festgabe für Ingrid Heidrich zum 65. Geburtstag, hg. v. Sabine Happ und Ulrich Nonn, Berlin 2004, S. 11-24.
  • Die Vorstellungen von Recht und Gerechtigkeit in der Merowingischen Geschichtsschreibung: das Beispiel Gregors von Tours, in: Leges – Gentes – Regna. Zur Rolle von germanischen Rechtsgewohnheiten und lateinischer Schrifttradition bei der Ausbildung der frühmittelalterlichen Rechtskultur, hg. v. Gerhard Dilcher und Eva-Marie Distler, Berlin 2006, S. 91-117.
  • (Hg., unter Mitarbeit von Simon Elling): Konrad I. Auf dem Weg zum „Deutschen Reich“? Bochum 2006 (Verlag Dr. Winkler).
  • Conclusion, in: Les élites au Haut Moyen Âge. Crises et renouvellements, hg. v. François Bougard, Laurent Feller u. Régine Le Jan (Collection Haut Moyen Âge 1), Turnhout 2006, S. 487-495.
  • La perception de l’espace politico-géographique de la Francia Media dans l’historiographie médiévale, in: De la Mer du Nord à la Méditerranée: Francia Media, une région au coeur de l’Europe (c. 840-c. 1050). Actes du colloque international (Metz, Luxembourg, Trèves, 8-11 février 2006), hg. v. Michèle Gaillard, Michel Margue, Alain Dierkens et Hérold Pettiau (Publications du Centre luxembourgeois de documentation et d’études médiévales [CLUDEM] 25), Luxemburg 2011, S. 111-129.
  • Erwartungen an den „Staat“: die Perspektive der Historiographie in spätkarolingischer Zeit, in: Der frühmittelalterliche Staat – europäische Perspektiven, hg. v. Walter Pohl und Veronika Wieser (Österreichische Akademie der Wissenschaften. Phil.-hist. Klasse. Denkschriften 16 = Forschungen zur Geschichte des Mittelalters 16), Wien 2009, S. 471-485.
  • Versuch einer resümierenden Bilanz, in: ebd. S. 523-531
  • „Herrschaft“ in der karolingischen Welt: Erwartungen und Verwirklichung, Repräsentation und Symbolik (El poder en el mundo carolingio: expectativas y realizaziones, representación y symbología), in: Territorio, Sociedad y Poder Anejo 2, 2009 (Symposium Internacional: Poder y simbología en la Europa, Siglos VIII-X, hg. v. Francisco Javier Fernández Conde und César García Castro Valdés) S. 159-180.
  • Spielregeln, politische Rituale und symbolische Kommunikation in der Merowingerzeit. Das Beispiel Gregors von Tours, in: Spielregeln der Mächtigen. Mittelalterliche Politik zwischen Gewohnheit und Konvention, hg. v. Claudia Garnier und Hermann Kamp, Darmstadt 2010, S. 33-59.
  • Herrschaft und Geschichte. Legitimation und Delegitimation von Herrschaft mittels historischer Argumentation in der Geschichtsschreibung des 12. Jahrhunderts, in: Macht und Spiegel der Macht. Herrschaft in Europa im 12. und 13. Jahrhundert vor dem Hintergrund der Chronistik, hg. v. Norbert Kersken und Grischa Vercamer (Deutsches Historisches Institut Warschau. Quellen und Studien 27), Wiesbaden 2013, S. 65-83.

5. Gesellschaft und Lebensformen.

  • Social and Military Institutions, in: The New Cambridge Mediaeval History, vol. II (c. 700 - c. 900), hg. v. Rosamond McKitterick, Cambridge 1995, S. 451-480.
  • La circulation des biens à l'intérieur de la famille: rapport introductif, in: Mélanges de l'École Française de Rome. Moyen Âge (MEFRM) 111, 1999, 2 (Les transferts patrimoniaux en Europe occidentale, VIIIe-Xe siècle. Actes de la table ronde de Rome 6, 7 et 8 mai 1999), S. 861-879.
  • Ehe und Familie im frühen 11. Jahrhundert im Spiegel des „Hofrechts des Bischofs Burchard von Worms, in: Retour au sources. Textes, études et documents d'histoire médiévale offerts à Festschrift Michel Parisse, Paris 2004, S. 507-514.
  • Gesellschaftliche Neuformierungen um die erste Jahrtausendwende? Zum Streit um die „mutation de l'an mil, in: Aufbruch ins zweite Jahrtausend. Innovation und Kontinuität in der Mitte des Mittelalters, hg. v. Achim Hubel und Bernd Schneidmüller (Mittelalter-Forschungen 16) Ostfildern 2004, S. 31-50.
  • Coutumes d'héritages et structures familiales au Haut Moyen Âge, in: Sauver son âme et se perpétuer. Transmission du patrimoine et mémoire au Haut Moyen Âge, hg. v. François Bougard, Cristina La Rocca und Régine Le Jan (Collection de l’École Française de Rome 351), Rom 2005, S. 203-237.
  • Early Medieval Attitudes Towards Gender, Marriage and Family, in: Fu Jen Historical Journal 17, 2006, S. 35-71.
  • Conclusion, in: Les élites au Haut Moyen Âge. Crises et renouvellements, hg. v. François Bougard, Laurent Feller und Régine Le Jan (Collection Haut Moyen Âge 1), Turnhout 2006, S. 487-495.
  • Les « ordines » de la théorie médiévale de la société – un système hiérarchique? in: Hiérarchie et stratification sociale dans l’Occident médiéval (400-1100), hg. v. François Bougard, Dominique Iogna-Prat und Régine Le Jan (Collection Haut Moyen Âge 6), Turnhout 2008, S. 221-236.
  • Verwandtschaft im früheren Mittelalter (I): Terminologie und Funktionen, in: Verwandtschaft, Freundschaft, Brüderschaft. Soziale Lebens- und Kommunikationsformen im Mittelalter, im Auftrag des Mediävistenverbandes hg. v. Gerhard Krieger, Berlin 2009, S. 15-36.
  • Verwandtschaft im früheren Mittelalter (II) zwischen Zusammenhalt und Spannungen, in: Nomen et Fraternitas. Festschrift für Dieter Geuenich zum 65. Geburtstag, hg. von Uwe Ludwig und Thomas Schilp (Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 62) Berlin-New York 2008, S. 547-573.
  • Idéologie (et anti-idéologie) de la richesse au Haut Moyen Âge, in: Les élites et la richesse au Haut Moyen Âge, hg. v. Jean-Pierre Devroey, Laurent Feller und Régine Le Jan (Collection Haut Moyen Âge 10), Turnhout 2011, S. 33-58.
  • Lingua. Indizien und Grenzen einer Identität durch Sprache im frühen Mittelalter, in: Sprache und Identität im frühen Mittelalter, hg. v. Walter Pohl und Bernhard Zeller (Österreichische Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-historische Klasse. Denkschriften 426 = Forschungen zur Geschichte des Mittelalters 20), Wien 2012, S. 61-73.
  • (Hg., zusammen mit François Bougard und Régine Le Jan): Théorie et pratique des élites au Haut Moyen Âge. Conception, perception et réalisation sociale. Theorie und Praxis frühmittelalterlicher Eliten. Konzepte, Wahrnehmung und soziale Umsetzung (Haut Moyen Âge 13), Turnhout 2011 (Brepols).
  • Eliten im zeitgenössischen (Selbst-)Verständnis des frühen Mittelalters, in: ebd., S. 101-125.
  • Verwandtschaft um 1000: ein solidarisches Netzwerk? in: Verwandtschaft, Name und soziale Ordnung (300-1000), hg. v. Steffen Patzold und Karl Ubl (im Druck).
  • „Schwägerschaft“ im frühen und hohen Mittelalter: zeitgenössische Wahrnehmung und historische Bedeutung, in: Der Schwiegersohn in der mittelalterlichen Gesellschaft, hg. v. Heike Johanna Mierau (im Druck).
  • L’affinité au Haut Moyen Âge: une partie de la famille?, in: Festschrift Régine Le Jan (im Druck).

6. Aufsätze zu verschiedenen Themen.

  • Das Ruhrgebiet im frühen Mittelalter. Zur Erschließung einer Randlandschaft, in: Blätter für deutsche Landesgeschichte 126, 1990, S. 125-159.
  • Menschenrechte im Mittelalter?, in: Menschenrechte und Menschenbilder von der Antike bis zur Gegenwart?, hg. v. Burghart Schmidt, Hamburg 2006, S. 73-83.
  • Das Erzbistum Hamburg im früheren Mittelalter zwischen Anspruch und Realität, in: Aspekte der Landesgeschichte. Festschrift Heinrich Schoppmeyer zum 75. Geburtstag, hg. v. Friedrich Warda, Dortmund 2011, S. 23-41.


Studien zur Alltagsgeschichte des frühen und hohen Mittelalters

Neben einer Publikation für ein breites Publikum wurde vor allem die Alltagsgeschichtsschreibung einer methodischen Reflexion unterzogen. In beiden Fällen stand die Einordnung des menschlichen Lebens in seine strukturellen, normativen und ideellen (ideologischen) Bedingungen im Mittelpunkt.

Veröffentlichungen:

  • Alltag im Mittelalter. Methodische Überlegungen anläßlich einer Neuerscheinung, in: Archiv für Kulturgeschichte 67, 1985, S. 207-225.
  • Leben im Mittelalter vom 7. bis zum 13. Jh., München 1986 (Beck), 302 Seiten; 6. Aufl. 2002
    Übersetzung ins Italienische: Vivere nel Medioevo. Famiglia, monastero, corte, città e campagna dal VII al XIII secolo (Le Lettere, Firenze), 1990
    Übersetzung ins Japanische (Verlag Chuokoron-sha), 1989
    Übersetzung ins Englische (University of Notre Dame Press), 1994
    Übersetzung ins Chinesische, 2002
    Übersetzung ins Tschechische: Život ve středověku (H & H), 2005.
  • Geschichte des mittelalterlichen Alltags. Theorie - Methoden - Bilanz der Forschung, in: Mensch und Objekt im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Internationaler Kongreß, Krems an der Donau 27. bis 30. September 1988 (Veröffentlichungen des Instituts für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit 13 = Sitzungsberichte Wien 568), Wien 1990, S. 67-101.
  • Methodological Problems of a History of Everyday Life in the Early Middle Ages, in: Medium Aevum Quotidianum 30, 1994, S. 10-21.
  • (Hg., zusammen mit Friederike Sauerwein): Volkskultur und Elitekultur im frühen Mittelalter: Das Beispiel der Heiligenviten (Medium Aevum Quotidianum 36), Krems 1997.
  • Volkskultur und Elitekultur im frühen Mittelalter: eine Forschungsaufgabe und ihre Problematik, in: Volkskultur und Elitekultur im frühen Mittelalter: das Beispiel der Heiligenviten, hg. v. Hans-Werner Goetz und Friederike Sauerwein (Medium Aevum Quotidianum 36, hg. v. Gerhard Jaritz), Krems 1997, S. 9-19.


Studien zur Frauen- und Geschlechtergeschichte des frühen Mittelalters

In den Studien zu Frauen- und Geschlechtergeschichte steht ebenfalls die Wahrnehmung und Wertung der Zeitgenossen (das Frauenbild) und deren Rückwirkung auf die Realität (das Frauenleben) im Vordergrund. Sie konzentrieren sich ganz auf das frühe Mittelalter (Frankenreich) und suchen bisherige Ergebnisse von einer Reflexion der Aussagekraft der Quellen her zu überdenken.

Veröffentlichungen:

  • (Hg.): Weibliche Lebensgestaltung im frühen Mittelalter, Köln/Weimar-Wien 1991.
  • Frauenbild und weibliche Lebensgestaltung in fränkischer Zeit, in: ebd., S. 7-44.
  • Frauen im frühen Mittelalter. Frauenbild und Frauenleben im Frankenreich, Weimar-Köln-Wien 1995.
  • (Hg., zusammen mit Hedwig Röckelein): Frauen-Beziehungsgeflechte im Mittelalter (Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung. Zeitschrift des Mediävistenverbandes 1, Heft 2, 1996).
  • Heiligenkult und Geschlecht. Geschlechtsspezifisches Wunderwirken in frühmittelalterlichen Mirakelberichten?, in: Frauen-Beziehungsgeflechte im Mittelalter (Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung. Zeitschrift des Mediävistenverbandes 1, Heft 2), 1996, S. 89-111.
  • Frauen im Früh- und Hochmittelalter. Ergebnisse der Forschung, in: Lustgarten und Dämonenpein. Konzepte von Weiblichkeit in Mittelalter und früher Neuzeit, hg. v. Annette Kuhn und Bea Lundt unter Mitarbeit von Evelyn Korsch, Dortmund 1997, S. 21-28.
  • La dos en Alémanie (du milieu du VIIIe au début du Xe s.), in: Dots et douaires dans le haut moyen âge, hg. v. François Bougard, Laurent Feller und Régine Le Jan (Collection de l’École Française de Rome 295) Rom 2002, S. 305-327.


Studien zur historischen Aussagekraft frühmittelalterlicher Personennamen

In einer (über ganz Deutschland) verteilten Forschergruppe werden die Personennamen in den Germanenreichen bis 800 aufgenommen und in Bezug auf ihre soziale Aussagekraft (die Zugehörigkeit zu Gemeinschaften) ausgewertet. Im Rahmen des interdisziplinären Projekts werden hier die Frankennamen untersucht.

Veröffentlichungen:

  • Zur Namengebung in der alamannischen Grundbesitzerschicht der Karolingerzeit, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 133, 1985, S. 1-41.
  • Zur Namengebung bäuerlicher Schichten im Frühmittelalter. Untersuchungen und Berechnungen anhand des Polyptychons von Saint-Germain-des-Prés, in: Francia 15, 1987 (erschienen 1988), S. 852-877.
  • Nomen feminile. Namen und Namengebung der Frauen im frühen Mittelalter, in: Francia 23/1, 1996, S. 99-134.
  • Nomen. Zur Bedeutung von Personennamen in der frühmittelalterlichen Gesellschaft, in: Onomastik. Akten des 18. Internationalen Kongresses für Namenforschung. Trier, 12.-17. April 1991. Band VI: Namenforschung und Geschichtswissenschaften. Literarische Onomastik. Namenrecht. Ausgewählte Beiträge (Ann Arbor, 1981). In Zusammenarbeit mit Monique Bourin, Wilhelm F. Nicolaien und Wilfried Seibicke hg. v. Dieter Kremer (Patronymica Romanica 19) Tübingen 2002, S. 49-60.
  • Gentes in der Wahrnehmung frühmittelalterlicher Autoren und moderner Ethnogeneseforschung: Zur Problematik einer gentilen Zuordnung von Personennamen, in: Person und Name. Methodische Probleme bei der Erstellung eines Personennamenbuchs des Frühmittelalters, hg. v. Dieter Geuenich, Wolfgang Haubrichs u. Jörg Jarnut (Erg.-Bde. zum RGA 32) Berlin-New York 2002, S. 204-220.
  • Zur Wandlung des Frankennamens im Frühmittelalter, in: Integration und Herrschaft. Ethnische Identitäten und soziale Organisation im Frühmittelalter, hg. v. Walter Pohl und Maximilian Diesenberger (Österreichische Akademie der Wissenschaften. Phil.-hist. Kl. Denkschriften 301 = Forschungen zur Geschichte des Mittelalters 3) Wien 2002, S. 133-150.
  • (zusammen mit Jörg Jarnut): „Nome e società. I nomi di persona come indicatori d’appartenenza linguistica, etnica et socio-culturale (secoli III-VIII)“. Presentazione di un progetto interdisciplinare, in: RION (Rivista Italiana di Onomastica) 9, 2003, S. 9-22.
  • (zusammen mit Wolfgang Haubrichs): Personennamen in Sprache und Gesellschaft. Zur sprach- und geschichtswissenschaftlichen Auswertung frühmittelalterlicher Namenzeugnisse auf der Grundlage einer Datenbank (mit Beispielartikeln). Teil 1, in: Beiträge zur Namenforschung 40, 2005, S. 1-50; Teil 2, ebd. S. 121-215.
  • Probleme, Wege und Irrwege bei der Erforschung gentiler Namengebung, in: Name und Gesellschaft im Frühmittelalter. Personennamen als Indikatoren für sprachliche, ethnische, soziale und kulturelle Gruppenzugehörigkeiten ihrer Träger, hg. v. Dieter Geuenich und Ingo Runde (Deutsche Namenforschung auf sprachgeschichtlicher Grundlage. Beiträge der Henning-Kaufmann-Stiftung zur Förderung der deutschen Namenforschung auf sprachgeschichtlicher Grundlage 2), Hildesheim-Zürich-New York 2006, S. 319-335.
  • (zusammen mit Wolfgang Haubrichs:) Romanische Namen in Willmandingen? Sprach- und geschichtswissenschaftliche Anmerkungen zu zwei Mancipien-Listen in St. Galler Urkunden, in: Wissenschaft im Kontakt. Kooperationsfelder der Deutschen Sprachwissenschaft (Festschrift Albrecht Greule), hg. v. Sandra Reimann und Katja Kessel, Tübingen 2007, S. 207-237.
  • Romania submersa? Zum Beitrag der Geschichtswissenschaft zu einem zentralen sprachwissenschaftlichen Problem, in: Studien zu Literatur, Sprache und Geschichte in Europa. Wolfgang Haubrichs zum 65. Geburtstag gewidmet, hg. v. Albrecht Greule, Hans-Walter Herrmann, Klaus Ridder u. Andreas Schorr, St. Ingbert 2008, S. 655-667.

 

Reflexionen zum Stand und zur Aktualität der heutigen Mediävistik

Ausgangspunkt von Studien zur Ausrichtung der derzeitigen Mediävistik sind sowohl die Erkenntnis eines sich ständig wandelnden Geschichtsbildes (und damit auch der Geschichtswissenschaft) wie das Bedürfnis zu klären, wieweit die wissenschaftliche Mediävistik auf von außen herangetragene Anforderungen des allgemeinen Geschichtsbewusstseins reagiert, wieweit sie also „aktuell ist. Untersuchungsgegenstand ist das Verhältnis von allgemeinem und wissenschaftlichem Geschichtsbild und Geschichtsbewusstsein.

Veröffentlichungen:

  • Das Mittelalter - eine „endliche Geschichte“? Ein Essay über den Stellenwert und die Ausrichtung der Mediävistik in Geschichtswissenschaft und Gesellschaft, in: Von Utopie und Aufbruch. Perspektiven einer neuen Gesellschaftsgeschichte des Mittelalters. Für und mit Ferdinand Seibt aus Anlaß seines 65. Geburtstags, Köln-Weimar-Wien 1992, S. 3-16.
  • Das Problem der Epochengrenzen und die Epoche des Mittelalters, in: Mittelalter und Moderne. Entdeckung und Rekonstruktion der mittelalterlichen Welt (Kongreßakten des 6. Symposions des Mediävistenverbandes in Bayreuth 1995), hg. v. Peter Segl, Sigmaringen 1997, S. 163-172.
  • Theologischer Sinn und politisches Gegenwartsinteresse. Tendenzen, Formen und Funktionen mittelalterlicher Geschichtsschreibung, in: Geschichte. Ein Grundkurs, hg. v. Hans-Jürgen Goertz (rororo sachbuch 55576), Reinbek bei Hamburg 1998, S. 233-244.
  • Moderne Mediävistik. Zu Methoden und Inhalten heutiger Mittelalterforschung, in: Geschichte. Ein Grundkurs, hg. v. Hans-Jürgen Goertz (rororo sachbuch 55576), Reinbek bei Hamburg 1998, S. 273-286.
  • Moderne Mediävistik. Stand und Perspektiven der Mittelalterforschung, Darmstadt 1999.
  • (Hg., zusammen mit Willi Busse): Interdisziplinarität (Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung. Zeitschrift des Mediävistenverbandes 4, Heft 1, 1999).
  • Interdisziplinarität im Rahmen eines Perspektivenwandels heutiger Geschichtswissenschaft, in: Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung 4, 1999, S. 49-55.
  • Geschichtswissenschaft und Geschichtsbewußtsein. Gegenwärtige Tendenzen der geschichtswissenschaftlichen Mediävistik, ebd., S. 165-170.
  • (Hg.): Die Aktualität des Mittelalters. Neue Ansätze in der mediävistischen Geschichtswissenschaft (Herausforderungen. Historisch-politische Analysen, hg. v. Wolfgang Schmale, 10), Bochum 2000.
  • Einführung: Gegenwart des Mittelalters und Aktualität der Mittelalterforschung, in: ebd., S. 7-23.
  • Umberto Eco und das Interesse am Mittelalter: Zum Umgang der Mediävistik mit historischen Romanen und populären Mittelalterbildern, in: Ecos Echos. Das Werk Umberto Ecos: Dimensionen, Rezeptionen, Kritiken, hg. v. Tom Kindt und Hans-Harald Müller, München 2000, S. 37-52.
  • (Hg.): Mediävistik als Kulturwissenschaft? (Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung. Zeitschrift des Mediävistenverbandes 5, Heft 1, 2000).
  • Einführung: Mediävistische Kulturwissenschaft als Herausforderung und Aufgabe, in: ebd., S. 3-12.
  • Les tendances récentes de l’histoire médiévale en Allemagne. Recherches actuelles, thèses récentes, situation universitaire et politique, in: Mission Historique Française en Allemagne. Bulletin 38, 2002, S. 95-114.
  • Einführung: Das Mittelalter im Geschichtsbewußtsein, in: Geschichte des Mittelalters für unsere Zeit. Erträge des Kongresses des Verbandes der Geschichtslehrer Deutschlands „Geschichte des Mittelalters im Geschichtsunterricht“, Quedlinburg, 20.-23. Oktober 1999, hg. v. Rolf Ballof, Stuttgart 2003, S. 262-263.
  • Geschichtswissenschaft und Geschichtsbewußtsein: Gegenwärtige Tendenzen der Mediävistik,in: ebd., S. 265-278.
  • (Hg., zusammen mit Jörg Jarnut): Mediävistik im 21. Jahrhundert. Stand und Perspektiven der internationalen und interdisziplinären Mittelalterforschung (MittelalterStudien des Instituts zur Interdisziplinären Erforschung des Mittelalters und seines Nachwirkens 1), München 2003.
  • Einführung: Die Aktualität des Mittelalters und die ‚Modernität' der Mediävistik, in: ebd. S. 11-18.
  • Mediävistik im 21. Jahrhundert: eine Schlußbetrachtung, in: ebd. S. 475-482.
  • Istoričeskaja nauka i istoričeskoe soznanie. Tendentsii v sovremennoj medievistike (preimuščestvenno v Germanii), (Geschichtswissenschaft und Geschichtsbewußtsein. Gegenwärtige Tendenzen der Mediävistik, vornehmlich in Deutschland), in: Homo Historicus: k 80-letiju so dnja roždenija Yu.L.Bessmertnogo (Gedenkschrift für Jury Bessmertny), hg. von Alexander Tschubarjan u.a. Bd. 1. Moskau: Nauka, 2003, S. 220–237.
  • Perspektiven und Bedeutung heutiger Mittelalterforschung, in: Reinold, ein Ritter für Europa, Beschützer der Stadt Dortmund. Funktion und Aktualität eines mittelalterlichen Symbols für Frieden und Freiheit. 1. Internationale Reinoldustage Dortmund 8. bis 12. Januar 2003, hg. v. Beate Weifenbach, Berlin 2004, 11-21.
  • „Perspektiven“ deutscher Mediävistik. Zum „Trend“ geschichtswissenschaftlicher Nachwuchsarbeiten der letzten zehn Jahre, in: Der Körper. Realpräsenz und symbolische Ordnung, hg. v. Karina Kellermann (Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung 8, 2003, S. 142-150).
  • Historical Studies on the Middle Ages in Germany: Tradition, Current Trends, and Perspectives, in: The State of Medieval Studies, hg. v. C. Stephen Jaeger (= Journal of English and Germanic Philology 105/1, 2006, S. 207-230.
  • La recherche allemande en histoire médiévale au XXe siècle : évolutions, positions, tendances, in: Cahiers de civilisation médiévale 48, 2005, S. 129-140.
  • Dossier zur Situation der Mediävistik in Deutschland, in: Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung 12, 2007, S. 161-179.
  • Die Mediävistik zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Entwicklung, Stand und Perspektiven in der deutschen und westeuropäischen Geschichtswissenschaft, in: Mittelalter: Dezentralisierung und Machtteilung – Japan und Westeuropa im Vergleich, hg. v. Detlev Taranczewski (im Druck)
    japanische Version: 21 seiki hajime no chûseishi kenkyû. Doitsu no Nishi-Yôloppa no rekishigaku ni okelu hatten, genjô, genbô, in: Chûsei – Nihon to Seiô. Takyoku to bunken no jidai [Mittelalter – Epoche der Dezentralisierung und Machtteilung. Japan und Westeuropa im Vergleich], hg. v. Shigekazu Kondô, Yasunao Kojita, Robert Horres und Detlev Taranczewski, Tokio 2009, S. 367-383.
  • Aktuelles Mittelalter zwischen Vorstellung und Wirklichkeit. Die Perspektive der Mittelalterforschung, in: Das Mittelalter zwischen Vorstellung und Wirklichkeit. Probleme, Perspektiven und Anstöße für die Unterrichtspraxis, hg. v. Thomas Martin Buck und Nicola Brauch, Münster-New York-Berlin 2011, S. 73-92.
  • Geschichtswissenschaft in Hamburg im „Dritten Reich“, in: 100 Jahre Geschichtswissenschaft in Hamburg, hg. v. Rainer Nicolaysen und Axel Schildt (Hamburger Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte 18), Berlin-Hamburg 2011, S. 103-160.


Weitere (abgeschlossene) Arbeiten

Darüber hinaus liegen folgende größere Arbeiten vor: eine Einführung in das Studium der Mittelalterlichen Geschichte und eine Quellensammlung zur Geschichte der Germanen.

Veröffentlichungen:

  • Proseminar Geschichte: Mittelalter (UTB 1719), Stuttgart 1993; 2. überarb. Aufl. 2000; 3., überarb. Auflage, Stuttgart 2006; 4., überarb. Auflage, Stuttgart 2014.
  • (zusammen mit Karl-Wilhelm Welwei): Altes Germanien. Auszüge aus antiken Quellen über die Germanen und ihre Beziehungen zum Römischen Reich (Freiherr-vom-Stein-Gedächtnisausgabe Bd. Ia) Darmstadt 1995.
  • (zusammen mit Steffen Patzold und Karl-Wilhelm Welwei): Die Germanen in der Völkerwanderung. Auszüge aus den antiken Quellen über die Germanen von der Mitte des 3. Jahrhunderts bis zum Jahre 453 n. Chr. (Freiherr-vom-Stein-Gedächtnisausgabe Ib) Teil 1 und 2, Darmstadt 2006.
  • Europa im frühen Mittelalter 500-1050 (Handbuch der Geschichte Europas 2 = UTB 2427) Stuttgart 2003.
  • Die historische Fragestellung in ihrer Bedeutung für die Theorie und Methode der Geschichtswissenschaft, in: Lebendige Sozialgeschichte. Gedenkschrift für Peter Borowsky, hg. v. Rainer Hering und Rainer Nicolaysen, Wiesbaden 2003, S. 94-101
  • Geschichtswissenschaft in Hamburg im „Dritten Reich“, in: 100 Jahre Geschichtswissenschaft in Hamburg, hg. v. Rainer Nicolaysen und Axel Schildt (Hamburger Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte 18), Berlin-Hamburg 2011, S. 103-160.

 

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