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SUMMARY:Grenzerfahrungen. Jugend, Privilegierung und Mauer im Berliner Villenviertel Wannsee zwischen 1970 und 1990
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DESCRIPTION:Wie erinnert man sich an ein privilegiertes Aufwachsen? Und wie verändert sich der Blick auf die eigene Kindheit, wenn der Ort, an dem man groß geworden ist, selbst tiefgreifende Wandlungen erfahren hat? Der Vortrag widmet sich diesen Fragen am Beispiel von Berlin-Wannsee und stützt sich auf ausgewählte Oral-History-Interviews mit Menschen, die zwischen den 1970er und 1990er Jahren dort aufgewachsen sind. Mit Wannsee gerät ein Ort in den Blick, in dem physische und soziale Grenzen in besonderer Weise aufeinandertrafen. Lange galt der Stadtteil als eine der "guten Adressen" Berlins. Mit dem Bau der Mauer wurde das Villenviertel zugleich zu einem Grenzgebiet am Rande der Stadt, bevor sich der Ort nach 1990 durch das Zusammenwachsen mit den Wohnlagen am Potsdamer Griebnitzsee erneut veränderte. Im Erinnern an Nachbarschaft, Schulwege oder Alltag wird sichtbar, wie die Interviewpartner diesen Ort und seinen Wandel wahrnahmen und sich in ihm verorteten.\nAusgehend von diesem Fall fragt der Vortrag schließlich, wie sich Jugendgeschichte schreiben lässt, wenn Privilegierung oft gerade durch ihre Selbstverständlichkeit geprägt ist.\nPD Dr. Eva Gajek, Zeitgeschichte und Archiv, Leibniz Institut für Raumbezogene Sozialforschung Erkner\nDie Vorträge werden zusätzlich via Zoom übertragen. Der Link dazu wird kurzfristig auf der Website der Forschungsstelle bekannt gegeben\nÖffentliche Vorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens\nPop, Protest und Privileg. Jugend seit den 1980er Jahren"Jugend" beschreibt die Entwicklungsphase und das Leben junger Menschen zwischen Kindheit und Erwachsenenalter. Zugleich prägt der Begriff aber auch die gesellschaftliche Debatte über junge Leute.  In der zeitgeschichtlichen Forschung galt Jugend lange Zeit als Avantgarde. Anhand des Alltags junger Menschen ließen sich gesellschaftlicher Wandel und die Pluralisierung von Lebensstilen nachvollziehen. In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre veränderte sich das Bild in Forschung und Öffentlichkeit, nun wurde Jugend zunehmend als unpolitisch, angepasst und ich-bezogen beschrieben. Doch stimmt das? Die Vortragsreihe "Pop, Protest und Privilegien. Jugend seit den 1980er Jahren“ geht dieser Frage auf den Grund und untersucht den Wandel in der Wahrnehmung und Ausgestaltung jugendlicher Lebenswelten. Präsentiert werden aktuelle Forschungen und Fallbeispiele zu politischem Aktivismus, zur Situation von migrantischen Jugendlichen und den Privilegien junger Menschen aus reichen Elternhäusern.\ndonnerstags, 18:30 - 20:00 Uhr, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, Beim Schlump 83, LesesaalKoordination: PD Dr. Knud Andresen / Dr. Marcel Bois / Svea Gruber, M.A. / Maike Raap, Öffentlichkeitsarbeit, alle Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg \n
LOCATION:Universität Hamburg / Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, Beim Schlump 83, 20144 Hamburg, Lesesaal
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