Öffentlicher AbendvortragTransnationale Akteure als Motoren einer Wissensgeschichte des NationalsozialismusProf. Dr. Annette Weinke, Jena
24. September 2026
24. September 2026, um 18:30 Uhr, Universität Hamburg, Westflügel, ESA 121
Parallel zum Aufstieg von Faschismus und Nationalsozialismus setzte auch die wissensgeschichtliche Auseinandersetzung mit diesen Phänomenen ein. Was ursprünglich als breite Debatte unter Linksintellektuellen und exilierten Regimegegnern begonnen hatte, die neben der Wissensproduktion immer auch den politischen Brückenschlag im Auge hatten, wurde spätestens nach dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten teilweise in festere institutionalisierte Formen überführt. Ein seit Jahren expandierender Forschungskorpus zum grenzübergreifenden und transnationalen Wissenstransfer, der sich unter anderem in den Critical Refugee Studies und einer Zeitgeschichte materieller Kulturen verortet, hat vor diesem Hintergrund die zentrale Bedeutung von Verfolgung, Flucht und Exil als Motoren einer frühen Wissensgeschichte des Nationalsozialismus betont. Mit Schwerpunktsetzung auf die Nachkriegsepoche beleuchtet der Vortrag die Rolle transnationaler Akteure bei der Entstehung, Verbreitung und Zirkulation von Wissensbeständen zum Nationalsozialismus und fragt nach möglichen Rückwirkungen auf die akademische NS-Forschung.
Der öffentliche Vortrag von Frau Prof. Dr. Anette Weinke findet im Rahmen des Workshops der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) und des Arbeitsbereiches Deutsche Geschichte am Fachbereich Geschichte (Universität Hamburg) mit dem Titel „Faktenbezogene Konkretheit…“? Wissensgeschichtliche Perspektiven auf die NS-Forschung statt. Interessierte können sich nach vorheriger, verbindlicher Anmeldung bis zum 20. September unter geschaeftszimmer"AT"zeitgeschichte-hamburg.de registrieren lassen.
Für den öffentlichen Vortrag ist keine Anmeldung nötig.