Textlektüre nachhaltig gestalten: vorbereiten, begleiten, aufgreifen
Wann: Mi, 10.02.2027, 09:00 Uhr bis 16:15 Uhr
Wo: Hamburger Zentrum für Universitäres Lehren und Lernen, Jungiusstraße 9, 20355 Hamburg, Raum 321, 3. Etage
Gunda Mohr
Textlektüre gehört zu den Grundlagen universitären Lernens – zugleich bleibt sie in
Lehrveranstaltungen oft hinter den Erwartungen zurück. Studierende lesen Texte nicht
immer vollständig, verstehen sie unterschiedlich tief oder nutzen inzwischen KI, um sich
Inhalte zusammenfassen, erklären oder einordnen zu lassen. Das kann Lernprozesse
unterstützen, aber auch dazu führen, dass zentrale Schritte der eigenen
Auseinandersetzung mit dem Text ausgelassen werden.
In diesem Workshop geht es darum, wie Textlektüre verbindlicher, zugänglicher und
lernwirksamer wird. Wir betrachten, warum Studierende wissenschaftliche Texte
manchmal nicht oder nur oberflächlich lesen, welche Lesestrategien sie für akademisches
Arbeiten benötigen und wie Gelesenes in Lehrveranstaltungen aufgegriffen werden kann.
Dabei werfen wir auch einen Blick auf den reflektierten Umgang mit KI beim Lesen.
Inhalte:
• Herausforderungen bei der Textlektüre verstehen
• Akademische Lesekompetenz der Studierenden gezielt fördern
• Textlektüre gemeinsam vorbereiten
• KI als Begleitung beim Lesen reflektiert einsetzen
• Gelesenes in der Präsenzsitzung produktiv aufgreifen
Literaturempfehlung:
Hoeft, M. E. (2012). Why university students don’t read: What professors can do to
increase compliance. International Journal for the Scholarship of Teaching and Learning,
6(2), Article 12. https://doi.org/10.20429/ijsotl.2012.060212
Mason, W., & Warmington, M. (2024). Academic reading as a grudging act: How do higher
education students experience academic reading and what can educators do about it?
Higher Education, 88, 839–856. https://doi.org/10.1007/s10734-023-01145-2