Die Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken zwischen Tradition und Transformation in den 1980er Jahren
Wann: Do, 03.12.2026, 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr
Wo: Universität Hamburg / Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, Beim Schlump 83, 20144 Hamburg, Lesesaal
Die Sozialistische Jugend Deutschlands (SJD) – Die Falken gründete sich nach 1945 als Nachfolgerin der Sozialistischen Arbeiterjugend und der Reichsarbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde aus der Weimarer Zeit. Orientiert an deren Werten, pädagogischen Inhalten und Organisationsformen etablierten sich die Falken in den Folgejahrzehnten als politischer Kinder- und Jugendverband.
Die zunehmende Pluralisierung und Ausdifferenzierung jugendlicher Lebensstile und subkultureller Strömungen seit den 1960er Jahren ging allerdings auch an der SJD – Die Falken nicht spurlos vorüber. Vor allem in den 1980er Jahren galt zwischen Anti-Atomkraft- und Friedensbewegungen sowie neuen popkulturellen Phänomenen ein traditionsverhafteter Kinder- und Jugendverband nicht als attraktivster Freizeitort für junge Menschen. Auf Basis vielfältiger Quellen aus dem Archiv der Arbeiterjugendbewegung widmet sich der Vortrag dem ambivalenten Verhältnis von Tradition und Transformation bei der SJD – Die Falken in diesem Wendejahrzehnt.
Maria Daldrup, M.A., Archiv der Arbeiterjugendbewegung, Oer-Erkenschwick
Die Vorträge werden zusätzlich via Zoom übertragen. Der Link dazu wird kurzfristig auf der Website der Forschungsstelle bekannt gegeben
Öffentliche Vorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Pop, Protest und Privileg. Jugend seit den 1980er Jahren
"Jugend" beschreibt die Entwicklungsphase und das Leben junger Menschen zwischen Kindheit und Erwachsenenalter. Zugleich prägt der Begriff aber auch die gesellschaftliche Debatte über junge Leute. In der zeitgeschichtlichen Forschung galt Jugend lange Zeit als Avantgarde. Anhand des Alltags junger Menschen ließen sich gesellschaftlicher Wandel und die Pluralisierung von Lebensstilen nachvollziehen. In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre veränderte sich das Bild in Forschung und Öffentlichkeit, nun wurde Jugend zunehmend als unpolitisch, angepasst und ich-bezogen beschrieben. Doch stimmt das?
Die Vortragsreihe "Pop, Protest und Privilegien. Jugend seit den 1980er Jahren“ geht dieser Frage auf den Grund und untersucht den Wandel in der Wahrnehmung und Ausgestaltung jugendlicher Lebenswelten. Präsentiert werden aktuelle Forschungen und Fallbeispiele zu politischem Aktivismus, zur Situation von migrantischen Jugendlichen und den Privilegien junger Menschen aus reichen Elternhäusern.
donnerstags, 18:30 - 20:00 Uhr, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, Beim Schlump 83, Lesesaal
Koordination: PD Dr. Knud Andresen / Dr. Marcel Bois / Svea Gruber, M.A. / Maike Raap, Öffentlichkeitsarbeit, alle Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg