Filmabend: "Frozen Atlantis"
3. September 2026, von Thorsten Logge

Foto: Karin Erlandsson
Zum Auftakt des Wintersemesters lädt der Masterstudiengang Public History zur deutschen Erstaufführung des Film-Essays "Frozen Atlantis – Seeking Wonder in Shifting Lands" von Dr. Bernhard Schirg. Die Aufführung findet statt am 6. Oktober 2026 ab 19 Uhr im Metropolis-Kino (Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg).
Frozen Atlantis – Seeking Wonder in Shifting Lands
„Frozen Atlantis“ ist ein filmischer Essay, in dem sich der Renaissance-Forscher Bernhard Schirg auf die Suche macht nach dem Wunderbaren, das Menschen zu allen Zeiten in ihrer Welt fanden – eine poetische Reise durch innere und äußere Landschaften des 21. Jahrhunderts, die dem menschlichen Bedürfnis nach Zugehörigkeit, Verbundenheit und Geschichten nachspürt.
In den 1670er Jahren versuchte der schwedische Universalgelehrte Olof Rudbeck zu beweisen, dass der Ort, den die klassische Mythologie als Atlantis bezeichnete, in Skandinavien lag. Im Laufe von drei Jahrzehnten erweiterte er seine Thesen und behauptete in seinem Monumentalwerk Atlantica, dass alle antiken Mythen ihren Ursprung im Norden gehabt hätten und die Wiege der Zivilisation im Norden gestanden habe.
Auf seiner Reise durch Schwedens Berge, Flüsse und Gletscher folgt Bernhard Schirg – geleitet von Büchern, Karten und Panoramaskizzen aus dem 17. Jahrhundert – den Spuren Rudbecks und zeichnet dessen imaginäre Geografie nach. Zusammen mit dem Entdecker Lars Larsson begibt er sich in Landschaften, von denen Rudbeck behauptete, dass sie Mythen wie Atlantis und Elysium zu Grunde lägen. Seine Reise wird so zur Suche nach Antworten auf die Frage, welche Sichtweisen diese Mythen einst in der Natur des Nordens verankert haben.
Rudbecks ganzheitlicher Vision und Erzählung der schwedischen Landschaften steht der transformative Einfluss des Menschen gegenüber. Durch seine Eingriffe in die Natur verändert er fortwährend das, was Rudbeck einst als unveränderlich beschrieb. „Frozen Atlantis“ wirft die Frage auf, wie die Geschichten, die wir erzählen, unsere Beziehung zur Welt um uns herum prägen. Können Mythen auch im postfaktischen Zeitalter neue Sichtweisen inspirieren – Sichtweisen, die uns berühren?
Im Anschluss an den Film diskutieren in einem Podiumsgespräch
- Dr. Bernhard Schirg
Forscher, Regisseur und Produzent von „Frozen Atlantis“ - Dr. Barbara Sutter
Universität Hamburg, Leitung Career and Qualification und stellvertretende Leitung
der UHH-Transferagentur - Sarah Gorf-Roloff, M. A.
Freiberufliche Illustratorin (Studio Ranokel) und Wissenschaftskommunikatorin - Prof. Dr. Thorsten Logge
Universität Hamburg, Professor für Public History
über Möglichkeiten, Chancen und Grenzen der Wissenschaftskommunikation in den Geisteswissenschaften.
Trailer
Filmessay „Frozen Atlantis – Seeking Wonder in Shifting Lands“, OmU
Englisch mit deutschen Untertiteln, 62 Minuten
6. Oktober 2026, 19:00 – 21:15 Uhr | Metropolis Kino, Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg
Eintritt: 5 Euro, für Studierende des Master Public History kostenfrei nach Anmeldung über die Studiengangskoordination.
Weitere Informationen: https://www.frozen-atlantis.com.
In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.
Das Projekt wurde gefördert von der VolkswagenStiftung in der
Programmlinie „Freigeist-Fellowships“.



